Zusammenarbeit
Wie ich Mentoring verstehe
Für mich bedeutet Mentoring nicht,
einem Menschen zu sagen, wie er sein Leben führen sollte.
Ich verstehe meine Aufgabe vielmehr darin, aufmerksam zuzuhören,
gemeinsam hinzusehen und einen Rahmen zu schaffen,
in dem Gedanken sortiert, Zusammenhänge verstanden und
unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden können.
Dabei bringe ich meine Erfahrung, mein Wissen und
meine Wahrnehmung ein. Ich stelle Fragen, gebe Impulse,
teile Beobachtungen und widerspreche auch,
wenn ich etwas anders sehe.
Die Deutungshoheit über Ihr eigenes Erleben und
die Entscheidungen über Ihr Leben bleiben jedoch bei Ihnen.
Ich verstehe Mentoring deshalb nicht
als ein Gefälle zwischen jemandem, der weiß,
und jemandem, der noch lernen muss. Es ist eine Zusammenarbeit
auf Augenhöhe – mit unterschiedlichen Rollen und Erfahrungen.
Was dabei Raum haben darf
Manchmal kommen Menschen mit einer konkreten Frage zu mir.
Manchmal ist zunächst nur das Gefühl da,
dass etwas nicht mehr recht passt.
Eine Entscheidung steht an. Eine vertraute Lebens- oder
Arbeitsweise trägt nicht mehr. Gedanken drehen sich im Kreis.
Eigene Bedürfnisse und Grenzen sind schwer zu erkennen.
Oder die eigene Art zu denken, wahrzunehmen und
auf die Welt zu reagieren, wirft neue Fragen auf.
Nicht immer braucht es darauf sofort eine Antwort.
In unserer Zusammenarbeit darf zunächst sichtbar werden,
was tatsächlich da ist: Gedanken und Gefühle,
Widersprüche, körperliche Signale, äußere Anforderungen,
eigene Bedürfnisse und das, was vielleicht
lange selbstverständlich erschien.
Aus diesem genaueren Hinsehen können Klarheit
und Orientierung entstehen – und manchmal auch eine Frage,
die vorher noch gar nicht gestellt werden konnte.
Wie wir arbeiten
Gespräch und strukturierte Reflexion
bilden die Grundlage meiner Arbeit.
Je nach Anliegen und Mensch können Achtsamkeit,
Meditation, Körperwahrnehmung oder Elemente aus
buddhistischer Psychologie und Selbstmitgefühl hinzukommen.
Manchmal denken wir gemeinsam sehr genau über eine Situation nach.
Manchmal hilft es, weniger zu analysieren und zunächst
wahrzunehmen, was im eigenen Erleben geschieht.
Und manchmal braucht es beides.
Ich arbeite deshalb nicht nach einem festen Programm.
Was wir einbeziehen, richtet sich danach, was für
Ihr Anliegen hilfreich und angemessen ist.
Dabei geht es mir nicht darum, Sie weiter zu optimieren oder
aus jedem schwierigen Zustand möglichst schnell herauszuführen.
Selbstführung bedeutet für mich nicht, sich selbst im Griff zu haben.
Sie bedeutet, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren:
die eigene Wahrnehmung ernst zu nehmen,
Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen
und auch dann mit sich in Beziehung zu bleiben, wenn
das Leben unübersichtlich oder schwierig wird.
Verantwortung und Grenzen
Mentoring kann einen Raum für Reflexion,
persönliche Orientierung und Entwicklung bieten.
Es ersetzt keine Psychotherapie, medizinische Behandlung oder
psychiatrische beziehungsweise psychologische Diagnostik.
Ich stelle keine Diagnosen und gebe keine Heilversprechen.
Wenn sich im Verlauf zeigt, dass ein Anliegen eine therapeutische
oder medizinische Begleitung benötigt, spreche ich das offen an.
Eine verantwortungsvolle Zusammenarbeit bedeutet für mich auch,
die Grenzen meiner eigenen Arbeit zu kennen.
Wenn Sie mit mir arbeiten möchten
Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit es derzeit gibt, finden Sie unter Angebote.
Dort finden Sie auch Dauer, Preise und Rahmenbedingungen für die einzelnen Formate.
Wenn Sie zunächst herausfinden möchten, ob mein Mentoring zu Ihnen und Ihrem Anliegen passt, können wir uns in einem kostenfreien und unverbindlichen Orientierungsgespräch kennenlernen.