Blogartikel Weiblicher Burnout Maskierung ADHS Perimenopause

Maskiert bis zur Erschöpfung – warum mein Zusammenbruch Sinn ergab (und wie ich mich befreit habe)

Vielleicht kennst du das Gefühl, gleichzeitig aufs Gas und auf die Bremse zu treten: Ein Teil von dir will hinaus in die Welt – tanzen, kreieren, dich zeigen. Ein anderer Teil sehnt sich nach Decke-über-den-Kopf, nach Struktur, nach Stille.
Willkommen in der Innenwelt feinfühliger, neurodivergenter Menschen – mit AuDHD/ADHS oder einer tiefen Reizoffenheit, die in keine Schublade passt.

In diesem Text erzähle ich, wie ich jahrzehntelang maskiert habe – angepasst, fleißig, „funktionierend“ – bis mein System stoppte. Und wie ich Stück für Stück einen anderen Weg gefunden habe: raus aus der Selbstverleugnung, rein in eine geerdete Selbstverbundenheit.
[…]

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Blogartikel Wechseljahre und Neurodivergenz

Wechseljahre & Neurodivergenz – Wenn Loslassen zur Selbstfürsorge wird

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine Zeit tiefgreifender Veränderungen – körperlich, emotional und geistig. Doch für neurodivergente Frauen – also Frauen mit ADHS, Autismus-Spektrum-Anteilen oder anderen Besonderheiten im Wahrnehmen und Verarbeiten – ist diese Lebensphase oft noch einmal eine ganz eigene Reise.

Ich erlebe sie wie ein natürliches, aber sehr ehrliches Licht, das auf alles fällt, was in meinem Leben ist.
Plötzlich sehe ich klarer: was zu mir passt, was mich nährt – und was nicht mehr stimmig ist. […]

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Blogartikel Weiblichkeit jenseits von Esoterik und Jugendwahn

Wenn der Schleier fällt – Weiblichkeit jenseits von Esoterik- und Jugendwahn

Es gibt ein Bild von Weiblichkeit, das in der spirituellen Szene wie ein goldgerahmtes Heiligenbild weitergereicht wird:
Sanft, stets nährend, leise, immer schön – und bitte jederzeit in fließenden Kleidern.
Es lächelt, es gibt, es harmonisiert.
Es macht sich weich, damit niemand aneckt.
Und wenn es leidet, tut es das leise, damit niemand gestört wird.

Diese Form von „Weiblichkeit“ ist kein Befreiungsbild. Sie ist ein Käfig mit Blumendekor.
Viele von uns haben sich jahrelang hineingeschmiegt, vielleicht sogar geglaubt, das sei unsere wahre Natur.
Doch oft steckt dahinter nichts anderes als eine spirituell verpackte Variante der alten patriarchalen Forderung:
„Sei gefällig, damit du geliebt wirst.“ […]

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Blogartikel Ruhe im Kopf Neurodivergenz

Warum Ruhe im Kopf nicht für alle Menschen ein realistisches Ziel ist

Wenn der Kopf nicht stillsteht – und das nicht (nur) ein Problem ist. Es gibt diese Momente, in denen der Körper erschöpft ist, der Kopf aber einfach nicht aufhört zu denken. Gedanken rollen sich durch endlosen Spiralen, springen von einem Thema zum nächsten, analysieren, bewerten, verknüpfen, springen wieder zurück. Wer dieses Erleben kennt, weiß: Das hat wenig mit mangelnder Achtsamkeit zu tun – und viel mit einer anderen Art, die Welt zu verarbeiten. Besonders neurodivergente Menschen – etwa jene mit einem ADHS- oder AuDHD-Profil – kennen diesen inneren Dauer-Sendebetrieb, bei dem der Geist permanent auf Empfang ist. Diese unaufhörliche Aktivität ist bei diesen Menschen nicht pathologisch, und gleichzeitig kann sie für die Betroffenen belastend sein. Viele wünschen sich deshalb vor allem eines: Ruhe im Kopf. Doch was, wenn diese Ruhe nicht im klassischen Sinne erreichbar ist?Was, wenn das, was viele Coaches und Therapeutinnen als Ziel formulieren, für neurodivergente Menschen ein Versprechen bleibt, das nicht zu ihrer Realität und ihrem Betriebssystem passt? […]

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Blogartikel-Stress-Selbstvergessenheit-Hyperfokus

Zwischen Feuerlöschen und Selbstvergessenheit

Im alten Beruf war ich immer die, die im Chaos den Überblick behielt. Die Feuerlöscherin. Die Spezialistin für die besonderen Fälle und die besonderen Kunden, die viel Aufmerksamkeit benötigten.
Diejenige, die im Job kurzfristig Unmögliches möglich macht, weil „nur du kannst das noch retten“. Unter Druck konnte ich am besten liefern, ich brauchte ihn sogar. Die Deadline, der Abgabetermin war mein Dopamin-Kick.

Doch was ich lange nicht gesehen habe: Ich funktionierte – ich lebte nicht.

Erst viel später begriff ich:
Mein scheinbar ruhiges, starkes Nervensystem war eigentlich ständig übererregt.
Mein scheinbarer Erfolg „nur“ eine Folge von Trauma-Anpassung, ADHS-Hyperfokus und perfektionistischem Selbstschutz. […]

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