Mein/e Liebe/r,

in meinem gestrigen Podcast habe ich über Liebe gesprochen. Nicht die romantische oder leidenschaftliche Liebe, die mit Verlangen und Mehr-Wollen einhergeht. Sondern über die universelle Liebe, die all-umfassende Liebe. Eine Liebe, die bedingungslos ist. Die aus Offenheit und Freundlichkeit erwächst. Diese Liebe ist Metta.

 

Metta ist Liebe

Metta oder Maitri steht für Freund, bzw. Freundschaft. Metta verfolgt das Ziel, dass wir unser Herz weit genug öffnen, um Freundschaft mit allem und Jedem zu schließen. Metta ist bewusst praktizierte Freund-lichkeit. Und diese Freundlichkeit verdient alles und jede/r – einfach, weil er/sie/es existiert. Metta mag im ersten Augenblick weich, süß und kitschig anmuten, ist sie aber keineswegs. Diese Herzensqualität ist sehr klar, kraftvoll und mutig. Denn wir brauchen viel Klarheit, Kraft und Mut, um unser Herz offen zu halten – gerade in diesen Tagen. Oder wie siehst Du das?

Auf dem Weg zu mehr Gelassenheit

Metta bildet die Grundlage auf dem Weg hin zu mehr Gelassenheit und Gleichmut. Im ersten Schritt kultivieren wir Metta in Form von Milde und Wohlwollen gegenüber uns selbst. Das ist für die meisten von uns schon ziemlich schwer und braucht viel hingebungsvolle Praxis. Im nächsten Schritt suchen wir uns eine Person, die uns sehr nahesteht und die wir sehr lieben. Wir versuchen diese Personen mit den Augen unseres Herzens wohlwollend betrachten, mit den Ohren unseres Herzens zuzuhören sowie aus unserem Herzen heraus mit dem Menschen zu sprechen.

Die Königsdisziplin

Im weiteren Verlauf unserer Praxis weiten wir Metta, unsere Liebende Güte aus auf eine neutrale Person; und zu guter Letzt suchen wir uns eine schwierige Person. Einen Menschen, mit dem wir ein Thema haben. Das ist die Königsdisziplin. Wir müssen mit diesem Menschen nicht im direkten Kontakt stehen. Es genügt, wenn wir ihn/ sie in unsere guten Wünsche und Gebete mit einbeziehen. Dabei dürfen wir behutsam vorgehen, denn wir wollen unser Herz nicht zu überfordern, damit es sich nicht wieder schließt.

Die Metta-Praxis bildet wie gesagt die Grundlage. Sie ist die erste der 4 Herzens-Qualitäten, die wir kultivieren lernen dürfen. Dieser Schritt ist essenziell und kann auf dem Weg zu mehr Gleichmut und Gelassenheit nicht übersprungen werden. Eine regelmäßige Metta-Praxis lässt unser Herz immer weiter und weicher werden. Trifft diese Liebe auf Leid, wird sie zum Mitgefühl; trifft sie auf Freude oder Glück, wird sie zu Mitfreude.

Dein Herz will lieben

Erinnere Dich, dass Dein Herz gerne liebt. Es will lieben! Und Du kannst ihm dabei helfen, indem Du daran arbeitest, Deinen Herzgeist zu schulen. Das stetige Kultvieren der Herzens-Qualitäten lässt Dein Herz nach und nach weicher und immer weiter werden. Diese Transformation Deines Herzens wird Dich letztlich befreien.

Komm behütet durch den Tag,

Deine Anita

 

P.S.: Falls Du noch nicht in die aktuelle Podcastfolge reingehört hast: ich kann sie Dir nur ans Herz legen. Lass Dich nicht von dem Titel abschrecken (ich bin nicht gut im Finden reißerischer Titel).

Ich wünsche Dir ganz viel Freude und Inspiration beim Reinhören.

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