Liebevolle Selbstfürsorge in der PeriMenopause

Mir fällt auf, dass die Wechseljahre leider immer noch einerseits tabuisiert, andererseits dramatisiert werden und was noch viel schlimmer ist teilweise pathologisiert. Genau wie die Pubertät, so sind auch die Wechseljahre keine Erkrankung, die behandelt werden müssen. Die Wechseljahre sind ein absolut natürlicher Wandlungs- und Reifungs-Prozess, in dem wir unsere Weiblichkeit vollenden dürfen. Diesen Transformationsprozess können wir nicht aufhalten oder vermeiden – genauso wenig, wie wir den Sonnenauf- und -untergang sowie den Wandel der Jahreszeiten aufhalten können.

Mit den Wechseljahren treten wir in einen neue Lebensphase ein, in der es mehr denn je um Loslösung und Entfaltung geht. Je mehr wir bereit sind, diese besondere Zeit zu begrüßen und sie mit all den Änderungen, die sie mitbringt zu akzeptieren, desto leichter und friedvoller werden wir durch die Zeit der Wechseljahre gehen.

Dies wird allerdings erschwert durch das in unserer Gesellschaft geprägte jugendliche Frauenbild sowie die Weigerung, sich diesem natürlichen Reifeprozess hinzugeben.
Wenn wir uns schwer damit tun, uns gegen die Wechseljahre „wehren“ und zwanghaft an einem jugendlichen Aussehen und unserer Fruchtbarkeit festhalten, dann Verlängern wir diese Übergangszeit künstlich. Kurz gesagt: Wir erzeugen quasi unser eigenes Leid. In dem wir sie ablehnen, tragen wir unnötig dazu bei, dass sich evtl. Wechseljahrs-Symptome, zusätzlich verstärken.
Aber was genau passiert in den Wechseljahren? […]

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Dein Veränderungsprozess und was er mit einem Schmetterling gemein hat

Die Raupe tut anfänglich nichts weiter, als zu fressen und zu wachsen. Und doch kennt sie intuitiv ihren Weg. Während sie heranreift, bilden sich in ihr sog. Imago-Zellen. Diese enthalten die Information des Schmetterlings.
Anfänglich bekämpft die Immunabwehr der Raupe diese Zellen wie ein Fremdkörper und frisst sie.

Dann folgt die Raupe intuitiv ihrer Bestimmung; sie scheint zu wissen, dass ihr eine Transformation bevorsteht, dessen Ausgang sie nicht kennt. Die Raupe zieht sich von der Außenwelt zurück und beginnt sich zu verpuppen.

In ihrem Kokon abgekommen, fährt sie ihr System runter. Die Imago-Zellen werden zwar immer noch bekämpft, aber sie geben nicht auf. Es werden immer mehr und mehr. Schließlich formieren sie sich zu einem Zellhaufen, den sog. Clustern, doch auch sie werden weiterhin abgewehrt, da als zur Raupe zugehörig nicht gesehen. […]

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